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Spezielle Behandlungsformen (Ölbehandlungen) aus Kerala, wie sie bei Sree Sankara angewendet werden.

 

Ganzkörpermassage (Abhyangam)

 

Eine Massage mit Kräuteröl, die sich ca. über eine Stunde erstreckt. Das erwärmte Öl führt zu einer Temperatursteigerung im Bindegewebe, zu Gefäßerweiterung und einer verbesserten Zirkulation; der Gesamtstoffwechsel wird angeregt. Diese Form der Behandlung wirkt bei allen einfachen Problemen wie Streß und Ruhelosigkeit, Kreislauf-, und Verdauungsschwäche, oberflächliche Blockaden, Verspannungen, Schwellungen, Stauungen etc. und wird immer als Einstimmung auf eine Intensivbehandlung und in der Regenerationsphase angewendet. Diese Massage wirkt nur auf die äußeren Muskel- und Gewebeschichten des Körpers.

 

Ölbad (Pizhichil)

 

ist die am stärksten entschlackende, regenerierende und verjüngende Therapieform des Ayurveda. Indiziert ist es bei allen Vata-Kaphastörungen. Das Ölbad löst Blockaden in allen Schichten (Dhatus) des Körpers. Nerven und Muskelzellen werden aktiviert, Gewebe aufgebaut, Toxine gelöst.

 

Das Herzstück sind die Kräuter, deren richtige Verarbeitung und Anwendung. Sie gelangen mit dem Transportmittel Öl durch die Haut in den Blutkreislauf und entfalten in jeder Zelle ihre heilende Wirkung. Toxine werden dadurch gelöst, abtransportiert und im Darm abgelagert. Das Ölbad wirkt nachweislich bis in das Knochenmark. Somit wird jeder Teil des Körpers erreicht. Die Energie des Ölbades ist heiß (Pitta+), d.h. die Kräuter werden schneller vom Körper assimiliert und transportiert. Zum anderen kann nur ein heißer Prozess die Toxine (Ama), die von ihrer Beschaffenheit kalt, schwer und ölig sind, lösen.

 

Reisbeutelmassage (Njavarakizhi)

 

Für diese Art der Behandlung wird ein bestimmter Reis verwendet, der in den Bergen Keralas gedeiht. Dieser wird mit Kräutern und geschmolzener Butter angereichert, kurz vorgekocht und in etwa faustgroße Leinenbeutel gefüllt. Diese Beutel werden  nun in Kuh- oder Ziegenmilch gekocht und von zwei Therapeuten, über zwei Stunden, auf den Körper des Patienten eingerieben. Die Energie der Reisbeutelmassage ist kalt und feucht (Kapha+).  Diese Massage wirkt in erster Linie aufbauend für Knochen, Sehnen und, Muskeln.  Es ist eine effektive Therapieform um die Bildung der Gelenkflüssigkeit und des Knorpelgewebes anzuregen. Meist wird sie in Kombination mit dem Ölbad angewandt, um einen durchgreifenden Erfolg zu gewährleisten.

 

Kräuterbeutelmassage (Ilakizhi)

 Hierbei werden sieben verschiedene Kräuter, Zitrone, Kokosnuß und Salz vermischt und in etwa faustgroße Leinenbeutel gefüllt. Diese werden nun in einem bestimmten Kräuteröl gesotten und über zwei Stunden,  von zwei Therapeuten, auf den Körper des Patienten eingerieben. Die Energie dieser Behandlung ist heiß (Pitta+) und beseitigt Steifheit der Gelenke, eliminiert starke Schwellungen, Verspannungen und wirkt entzündlichen Prozessen des Bewegungsapparates entgegen. Diese Form der Behandlung wird bei allen chronisch entzündlichen Krankheiten angewandt und daher meist mit dem Ölbad und/oder der Reisbeutelmassage kombiniert.

 

Dhara (Flüssigkeitsbad)

 

Das Wort ´Dhara` heißt übersetzt ´ununterbrochenes Fließen einer Substanz`. Eine für das Krankheitsbild speziell ausgesuchte Flüssigkeit wird somit unter ständigem Fließen auf den Körper aufgetragen. Sekam (besprinkeln) und Parishekam (benässen) sind andere Dharaformen.

 

Pradesika Dhara  -  ist ein lokales Ölbad an einer Stelle des Körpers angewendet-

 

Ekamga Dhara      -  ist ein Ölbad das nur an einem Organ appliziert wird.

 

Sarvamga Dhara  -  ist ein Ölbad das am ganzen Körper angewandt wird (Pizhichil).

 

Shirodhara        -  (Siras = Kopf) ist ein Ölbad am Kopf (Stirnguss).

 

Entsprechend dem Status der Doshas wird die Flüssigkeit für die Behandlung bestimmt. Wasser, Kokosnusswasser/milch, Milch, Öl, Ghee, Reiswasser, Buttermilch, Joghurt, Abkochungen… als solche oder mit Kräutern, Mineralien… angereichert. Jedes Dosha kann durch die richtige Wahl der Flüssigkeit (Drava) ausgeglichen werden, wobei eine mit den entsprechenden Ingridienzien aufbereitete Flüssigkeit den Effekt erhöht.

 

(aus. Christian Fuss/Sree Sankara,  Basiswissen Ayurveda)

                                                                                                                                                                            

 

Im authentischen, klassischen Ayurveda, werden die hier beschriebenen Anwendungen je eine Woche lang täglich einmal durchgeführt, bevor mit einer weiteren Anwendung begonnen wird. Nach Abschluss einer solchen Woche wird abgeführt. Das bedeutet, daß die sich durch die Anwendung im Darm gesammelten Toxine, ausgeleitet werden. In der folgenden Woche kann dann mit der nächsten Anwendung begonnen werden. Es können u.U. auch zwei verschiedene Anwendungen täglich durchgeführt werden, eine vormittags und eine nachmittags - z.B. vor vorm.  das Ölbad und nachm. Sirodhara.

 

Um die optimale Wirkung der Ölanwendungen zu erzielen, wird nicht jeden Tag ein Bad genommen, sondern nur an jedem dritten oder vierten. Die Therapeuten/innen reiben an den Nichtbadetagen den Patienten/in nach der Massage mit Leinentüchern ab. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch ältere Kleidungsstücke mitzunehmen. Geeignete Kleidung kann aber auch vor Ort, in nahegelegenen Geschäften, äußerst günstig erworben werden.

 

Shirovasti

Angezeigt bei allen Vata-Beschwerden im Kopf, wie starke Kopfschmerzen, Ohrschmerzen, Taubheit, Benommenheit im Kopf, und allen Beschwerden im Zusammenhang mit den Gehirnnerven.

Ksheerabala oder Dhanwantaram Tailam sind die Öle für Vata und diese Behandlung. Ca. 1,8l werden benötigt. Möglicherweise sind hochpotente Öle (7, 14 etc.) anzuwenden. Benötigt werden außerdem ein passender „Hut“, der bis zu den Ohren rutschen sollte. Das Material des „Hutes“ besteht vorzugsweise aus Büffel- oder Kuhhaut, beide Enden (oben/unten) offen. Ein Tuch wird benötigt, lang genug um um den Kopf, auf Stirnhöhe, gewickelt zu werden. Zwei Tücher, aus denen das Öl gepresst wird, Schwarzmehl Paste, eine Schale um das Öl zu erwärmen nebst Kochplatte, eine Schöpfkelle, ein Hocker, eine Uhr, Handtuch, zwei Helfer und ein Therapeut.

Der Patient sollte zunächst mittel Snehana und Swedhana vorbereitet werden. Der Therapeut gibt Öl auf den Kopf des Patienten und legt dann das Tuch um den Kopf, über den Ohren. Der „Hut“ wird dann aufgesetzt, bis über das Tuch. Die Schwarmehl Paste wird nun um unteren Teil des Hutes aufgestrichen, so daß kein Öl hinausfließen kann. Die Helfer sollten zwischenzeitlich das öl aufgewärmt haben, auf ca. Körpertemperatur. Nun kann das Öl in den Hut gefüllt werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, daß Körper und Kopf des Patienten aufrecht sind. Das Öl sollte einen Finger breit über den Kopf aufgefüllt werden. Das verbleibende Öl sollte warm gehalten werden, es sollte aber niemals zu warm werden. Da sich das Öl auf dem Kopf abkühlt, sollte es mit dem Tuch aufgesogen und durch warmes Öl ersetzt werden. Das sollte kontinuierlich wiederholt werden, bis zum Ende der Behandlung. Die gesamte Anwendungsdauer wird gemäß den Dosha und anderen Faktoren bestimmt. Bei extremem Vata ca. 60 min, extremem Pitta ca. 40 min und extremem Kapha ca. 30 min. Sehr erfahrene Therapeuten können die Behandlungszeit auch ausdehnen, bis sich Kapha löst und aus Nase und Mund herauskommt. Spätestens dann sollte aber abgebrochen werden. Auch wenn Kapha vor den kürzeren, oben beschreibenen Zeiten herauskommt, muss abgebrochen werden. Nach Beendigung der Behandlung sollte das Öl, Hut, etc. schnellstens abgenommen werden. Kopf, Hals, Schulter etc. sollten ebenfalls umgehend mit einem Tuch gereinigt und etwas massiert werden. Ebenfalls während der Massage sollten Hals und Schulter massiert werden. Nun sollte der Patient mit Öl eingerieben und anschl. gebadet oder mit Tüchern abgerieben und das Öl kpl. entfernt werden. Er sollte sich dann an Ort und Stelle hinlegen und relaxen. Shirovaste kann jeweils an drei, fünf oder 7 aufeinanderfolgenden Tagen angewendet, je nach Dosh Situation. Niemals aber länger als fünf Tage. Sollte sich keine Besserung einstellen, kann die Behandlung nach einer Pause von 7 Tagen wiederholt werden. Bei längerer Anwendung besteht die Gefahr von Beschwerden, z.b. starkem Schwitzen etc. Das müsste dann wiederrum durch entsprechende, vom erfahrenen Therapeuten auszusuchende Medizin, behandelt werden. Eine Diät und andere Beschränkungen, wie bei Dhara, müssen eingehalten werden.

Richtig ausgeführt können die oben angegebenen Krankheiten kuriert und sich weitere positve Merkmale einstellen: Kräftigung der Haare, Belebung der Organe, Kräftigung von Stimme, Kiefer und Kopf.